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* 31. August 1870, † 6. Mai 1952,
erkämpft sich gegen Ende des 19. Jh. als erste Frau Italiens
einen Studienplatz an der medizinischen Fakultät. 1896 schliesst
sie dieses Studiums erfolgreich ab, wendet sich aber schon
bald darauf den Erziehungswissenschaften zu. Beeinflusst durch
Arbeiten der beiden französischen Ärzte Itard und Séguin entwickelt
sie Materialien zur Förderung geistig behinderter Kinder und
erzielt mit ihnen beachtliche Erfolge, die sie - nicht nur
in Fachkreisen - über die Landesgrenzen hinaus berühmt machen.
Vom Erfolg beflügelt, beginnt sie ihre Methode auch auf die
Arbeit mit gesunden Kindern auszudehnen und gründet 1907 ein
erstes Kinderhaus (casa dei bambini) in San Lorenzo, einem
Armenviertel von Rom; weitere in Mailand und Neapel werden
folgen. Das Interesse an ihrer Methode wächst und die weltweite
Verbreitung der Montessori-Pädagogik ist nicht mehr aufzuhalten.
Ein Leben lang widmet sie sich dem Ausbau und der Verfeinerung
ihres Entwicklungsmaterials, dem Verfassen von Fachbüchern,
der Ausbildung von Lehrkräften, allem voran aber der minutiösen
Beobachtung von Kindern, als der zentralen Grundlage ihrer
Forschung. Selbst Jahre im indischen Exil, während des II.
Weltkrieges vermögen sie nicht daran zu hindern, ihre Arbeit
voranzutreiben.
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