Montessori-Pädagogik english  
     

    "So wenig der beste Turnlehrer und die besten Turngeräte allein, die Muskulatur des Kindes zu stärken vermögen, so wenig vermögen Lehrkraft und vorbereitete Umgebung allein den Geist des Kindes aufzubauen. In beiden Fällen ist es die Selbsttätigkeit des Kindes, die zur Entwicklung führt."

(nach M. M. / Die Entdeckung des Kindes / S. 166 ff)

 
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    Im Bereich Erwachsenenbildung finden Sie bei uns folgendes Kursangebot.

 
     
   
     

    Die Montessori-Pädagogik wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Dr. Maria Montessori, der ersten Ärztin Italiens, entwickelt und basiert auf der Erkenntnis, dass Kinder, einem inneren Entwicklungsplan folgend, sich selbst aufbauen und dabei verschiedene, sogenannte sensible Phasen durchlaufen.

 
     

    Sensible Phasen sind Zeiträume besonderer Empfänglichkeit für Lerninhalte unterschiedlicher Art, Phasen also, in welchen die Kinder einen bestimmten Lerninhalt in kürzester Zeit, mit absoluter Leichtigkeit und nachhaltig erwerben (z.B. eine Sprache).

 
       

    Jahrgangsdurchmischte Klassen gewährleisten jederzeit den Austausch mit Klassenkameraden eines adäquaten Entwicklungsstandes und helfen gleichzeitig sowohl Über- als auch Unterforderung vermeiden.

 
     

    Die Lehrkraft versteht sich in der Begleitung des Kindes als zurückhaltender aber ausgesprochen gewissenhafter Beobachter, der nur dann aktiv wird, wenn dies unbedingt erforderlich ist, oder vom Kind gewünscht wird.

 
     

    Die vorbereitete Umgebung in Kinderhaus und Schule soll von den Lehrkräften aufgrund ihrer Beobachtungen und der daraus resultierenden Erkenntnisse laufend so angepasst werden, dass das Kind dort jederzeit Materialien findet, die seinem derzeitigen Entwicklungsstand entsprechen die aktuellen Lernschritte unterstützen und sein Interesse wecken.

 
     

    Die freie Wahl erlaubt dem Kind aus dem bereitgestellten Angebot diejenigen Dinge auszuwählen, die seine aktuellen Entwicklungsbedürfnisse am ehesten befriedigen. Sind alle Elemente dieses Konzeptes optimal aufeinander abgestimmt, so lässt sich während der intensiven Beschäftigung des Kindes mit den gewählten Materialien nicht selten ein ausgesprochen erwünschtes Phänomen beobachten, Polarisation der Aufmerksamkeit.

 
     

    Polarisation der Aufmerksamkeit nennt Maria Montessori die Momente tiefster Konzentration und absoluter Hingabe an eine Aufgabe in zumeist selbstgewählten Lernsituationen. Diese Momente erlauben beschleunigte Lernerfolge und dabei gleichzeitig das unerwartete Freisetzen von Energien statt deren Verlust. An die Stelle von Ermüdung tritt in diesen Fällen lediglich das Gefühl tiefster Befriedigung.

 
     

    Flow-Erlebnis nennt Mihaly Csikszentmihalyi, der zeitgenössische, ungarisch-amerikanische Professor für Soziologie und Psychologie, der an der Universität von Chicago Psychologie lehrt, einen ganz bestimmten Zustand und beschreibt damit vermutlich ein und dasselbe Phänomen.

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